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    Risiken prüfen bei privaten Darlehen

    Wie können Risiken optimal eingeschätzt werden bei der privaten Darlehensvergabe?

     

     

    Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser! Die private Darlehensvergabe ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann unter Umständen sogar zum Totalverlust des verliehenen Kapitals führen.

     

    Ein Privatdarlehen sollte also nur vergeben werden, wenn der Darlehensgeber im schlimmstenfalls auf das Kapital längerfristig verzichten kann. Zudem sollten Darlehensgeber sich nicht gezwungen fühlen das Darlehen zu vergeben und dies wirklich mit einem guten Gewissen tun.

    Das Darlehen vergeben oder nicht?

    Neben dem Risiko eines Totalverlusts ist auch die Beziehung zwischen dem Darlehensgeber und -nehmer bei Zahlungsstörungen gefährdet. Jeder kennt den Spruch: „Bei Geld hört die Freundschaft auf“

     

    Grundsätzlich sollten zwischen dem Darlehensgeber und dem Darlehensnehmer also absehbare Risikopunkte geklärt und in einem Vertrag festgehalten werden, sodass für beide Seiten die Konditionen klar sind und weiteres Streitpotenzial damit ausgeschlossen wird.

     

    Wenn ein Darlehen vergeben werden soll, ist es sehr wichtig, dass sowohl der Darlehensgeber als auch der Darlehensnehmer dies aus freien Stücken und mit einem guten Gewissen tun.

    Schufa, Creditreform & Co.

    Wirtschaftsauskunfteien können bei der Risikoeinschätzung zu einem privaten Darlehen sehr hilfreich sein. Wenn der Darlehensgeber bereits Mitglied bei einer Auskunftei ist, kann dieser den Darlehensnehmer prüfen lassen. Anders sieht es aus, wenn der Darlehensgeber keinen Zugang zu den Wirtschaftsauskünften hat.

     

    Der Darlehensgeber kann sich vom Darlehensnehmer eine Eigenauskunft zeigen lassen. Bei jeder Auskunftei hat der Darlehensnehmer die Möglichkeit, sich eine Eigenauskunft anzufordern. Diese wird auf dem Postweg an den Darlehensnehmer versendet.

    Selbstauskunft des Darlehensnehmers

    Zudem kann man eine Selbstauskunft vom Darlehensnehmer erstellen lassen. In dieser muss der Darlehensnehmer alle monatlichen Aus- und Einnahmen nennen, sowie sonstige Vermögenswerte und Schulden aufführen. Daran kann man ausrechen, wie viel pro Monat übrig bleibt, um das Darlehen zurück zu zahlen, aber auch welche Risiken hinsichtlich anderen Darlehen oder welche möglichen Sicherheiten vorhanden sind.

     

    PRAXISTIPP: Die monatlichen Einnahmen sollten vom Darlehensgeber hinsichtlich der Pfändungsfreigrenzen geprüft werden. Im Worst-Case sollte von den Einnahmen mehr übrigbleiben, als der Pfändungsfreibetrag, sodass das Darlehen selbst dann zügig abbezahlt werden könnte.

    Fazit

    Ein privates Darlehen birgt ein sehr hohes Risiko, welches jedoch durch einige Vorbereitung und einem soliden Darlehensvertrag minimiert werden kann. Der Darlehensgeber sollte ein privates Darlehen nur vergeben, wenn er auch längerfristig auf das Kapital verzichten kann. Wirtschaftsauskunfteien können wertvolle Ansprechpartner sein, wenn man die Bonität des Darlehensnehmers prüfen möchte.